Warum eigentlich ein Doodle?

29.03.2017

 

Gibt es nicht schon genug Hunderassen? Muss es noch eine neue Hunderasse geben? Haben wir es nicht schon wieder mit einer Moderasse zu tun?

Hier gibt es kein „ja stimmt“ oder ein „nein“.

Wir haben zurzeit über 250 verschiedene Hunderassen die beim VDH (Verband für das Deutsche Hundewesen) gelistet sind. Alle Hunderassen, die vom VDH anerkannt sind, werden hier mit ihrer Rasse spezifischen Merkmalen geführt und in Gruppen eingeteilt.

Jeder, der also nun auf der Suche nach einem neuen Hund ist, kann sich hier informieren und sollte nach gründlichen Recherchen auch etwas finden.

Ich habe so, vor vielen Jahren auch angefangen, mein erster Hund damals war ein Beagle. Familienfreundlich, sozial verträglich und von der Größe her für einen 14jährigen Jungen gut zu handeln. Wir hatten viel Spaß zusammen, wenn nicht dieser ausgeprägte Jagdtrieb und das enorme Laufbedürfnis gewesen wäre, hätte es noch besser gepasst.

Der zweite Hund ein Boxer, eine super Hunderasse in meinen Augen. Sehr arbeitsfreudig, verspielt bis ins hohe Alter eine Mimik die seinesgleichen sucht. Für mich der ideale Hund, wenn da nicht sein besonderer Hang zum Raufen wäre. Der Boxer ist im Spiel sehr körperlich und dies mag nicht jeder andere Hund.

Ein Bernhardiner war auch noch ein paar Jahre ein treuer Begleiter in meinem Leben, seine Größe brachte jedoch auch hier das ein oder andere Hindernis mit sich, dann kam ein Zwergpudel und so könnte man die Liste endlos weiterführen. Was also macht nun den Doodle aus?

Vor ungefähr zehn Jahren kam der erste Doodle mit einem Jungen zu mir in die Hundeschule. Ein großer Rüde mit Namen „Bo“. Ein stattlicher Kerl, aber vom ersten Tag sanftmütig im Umgang mit seinem Besitzer, immer interessiert und doch nicht übereifrig beim Arbeiten. Er war sozial verträglich, offen zu anderen Kindern und anderen Hunden aber gleichzeitig immer mit einem Ohr und einem Auge bei seinem jungen Besitzer.

Ihm folgten im Laufe der nächsten 10 Jahre viele andere Doodle und überzeugten mich nach und nach immer ein Stückchen mehr, bis ich mich 2016 selbst dazu entschloss, einen Goldendoodle zu kaufen.

Das sanftmütige Wesen habe ich noch bei keinem Goldendoodle vermisst, der Labradoodle ist hier etwas ungestümer aber auch immer offen für neue Erfahrungen.  

Der Doodle ist einfach „zeitgemäß“! Wir suchen einen Hund, der in unsere heutige Welt passt. Er soll arbeitsfreudig sein, wenn wir ihn brauchen und genügsam, wenn wir beschäftigt sind. Er soll sich mit allen und jedem arrangieren und nicht zu dominant auftreten. Für Kinder ein körperlich gut zu handelnder Partner und nicht zu plegeintensiv. Diese Eigenschaften treffen auf den Doodle zu, jedenfalls auf alle die, die ich bisher kennen lernen durfte.

Er ist auf jeden Fall ein Modehund, aber was ist schlimm daran. Das Wort „Mode“ ist ja auch in unserem alltäglichen keine Bedrohung. Wir sollten das Wort „Mode“ nicht gleichsetzen mit schlechter Züchtung. Ich habe viele anerkannte Rassen gesehen, die in einen schlechten Gesundheitszustand waren. Erbkrankheiten die es passend zu jeder gelisteten Rasse gibt. „Noch“ sind mir die beim Doodle nicht bekannt.

Ich werde immer ein Fan vom Boxer sein, dies ist und bleibt „meine“ favorisierte Rasse. Fragt man mich aber nach einem guten Familienhund wird der Goldendoodle bei mir immer ganz vorn stehen.

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